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Kompetenz 2 Minuten Lesezeit KIDD – KI im Dienste der Diversität
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Algorithmen können nur so gut sein wie die Datengrundlage, auf der sie basieren. Um Diskriminierung zu vermeiden, ist es wichtig, den Input von Daten und Regeln zu begleiten und zu kontrollieren: Die Anwendungen digitaler Systeme sollten schon im Design-Prozess unterschiedliche Perspektiven berücksichtigen und Menschen mit diversen Hintergründen einbeziehen. KIDD entwickelt hierfür am Beispiel mehrerer Experimentierräume einen Prozess.

Im Zentrum von „KIDD – KI im Dienste der Diversität“ stehen mehrere Praxisprojekte in Kooperation mit Unternehmen. Sie alle sollen in Experimentierräumen co-kreative Prozesse bei der Einführung eines digitalen Systems erproben – unter Einbeziehung einer möglichst vielfältigen Mischung an Mitarbeiter*innen und Expert*innen.

Die Partner*innen sind Heraeus Medical GmbH, msg systems AG, CHEMISTREE GmbH zusammen mit Q_PERIOR AG, sowie die epsum GmbH. Damit sind KMU genauso beteiligt wie international tätige Großkonzerne. Diese Partner*innen bringen unterschiedliche Themenfelder rund um den Einsatz menschenzentrierter Anwendungen digitaler Systeme ein: von Sales Intelligence on Customers, der Bewertung von Reinigungsdienstleistungen bis hin zum Einsatz von KI im Personalmanagement.

Der gemeinnützige Verein female.vision e.V. bringt die relevanten Aspekte zu Ethik und Diversität ein und verantwortet die Bereiche Kommunikation und Nachhaltigkeit, die TU Berlin ist federführend für die wissenschaftliche Evaluation zuständig.

Dr. Arnd Hofmeister Projektleiter Dr. Arnd Hofmeister über Ziele und den thematischen HIntergrund von KIDD.

Ein Prozess entsteht – und soll auf andere übertragbar sein

Von der Praxis zum Prozess: Auf Basis der gemachten Erfahrungen entstehen ein beispielhafter diskriminierungsfreier und menschenzentrierter „KIDD-Prozess“ sowie daraus abgeleitete Qualitätskriterien, die auch in anderen Betrieben und bei anderen Fragestellungen zu digitalen Systemen anwendbar sind.

Aus dem Verfahren wird zudem eine Qualitätssicherung abgeleitet, die für nachhaltige Prozesssicherheit sorgt. Über die Entwicklung von Trainings werden Laien befähigt, einen Prozess zur Entwicklung von Algorithmen und digitalen Anwendungen mit ausreichend Sachverstand zu beurteilen und zu begleiten. Eine umfassende Projektkommunikation gewährleistet von Anfang an die Einbeziehung einer breiten gesellschaftlichen Öffentlichkeit.

Partizipative Prozesse: Alle Akteure arbeiten gemeinsam an Algorithmen und KI-Lösungen mit.

Eine systematische Beteiligung der betrieblichen Akteure und Interessenvertretungen bildet den Kern des Projektes KIDD. Sie werden aktiv einbezogen in die Entwicklung bzw. Einführung von Algorithmen und KI-Lösungen, die die menschenzentrierten Anwendungen mit anderen Unternehmensprozessen verbinden. Dafür müssen unterschiedlichste Expertisen (Softwareentwicklung, KI, Diversity, Ethik und Partizipation) in einen Dialog gebracht und die innerbetriebliche Partizipation über alle Ebenen hinweg ermöglicht werden.

Ziel ist, dass die Planung, Entwicklung und Implementierung Diversity-sensibler, menschenzentrierter Anwendungen digitaler Systeme und KI durch die Sozialpartner systematisch flankiert werden. Für alle Interessierten besteht die Möglichkeit durch Vernetzung in der KIDD-Community aktuelle Neuigkeiten aus dem Projektverlauf zu erhalten und sich aktiv am KIDD-Prozess zu beteiligen: https://kidd.chemistree.de/de/community/kidd. Das Projekt läuft bis zum 30.09.2023 und wird vom nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung GmbH in Berlin gesteuert. Ansprechpartner hier ist Dr. Arnd Hofmeister.

Telefon: 030 318054-64

E-Mail: hofmeister@nexusinstitut.de

Homepage: www.kidd-prozess.de

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